Lepra ist eine Krankheit, die wir in unserer Welt kaum noch kennen. Allerdings gibt es sie noch - für Betroffene bedeutet sie ein Leben voller Schmerz und Ausgrenzung.
Malau (r.) mit seinem Bruder Peter im Lepradorf Agok
Das musste auch der 13-jährige Malau (Nachname ist missio bekannt) aus dem Südsudan erfahren: Anfang des Jahres entzündeten sich seine Augen, seine Gelenke schwollen und schmerzten. In seinem Dorf wurde er daraufhin wie ein Aussätziger behandelt, die örtliche Gesundheitseinrichtung empfahl ihm, einen traditionellen Heiler aufzusuchen.
Neue Freunde im Lepradorf Agok
Zum Glück hielt sein Bruder Peter zu ihm. Er hatte vom Lepradorf Agok gehört und reiste mit Malau dorthin. Im nahe gelegenen Klinikum in der Stadt Wau wurde sein Verdacht auf Lepra bestätigt, sofort begann die Behandlung. Malau lebt seitdem im Lepradorf.
Die Dorfbewohner kennen und teilen die Erfahrung von Malau: Viele von ihnen haben einen jahrelangen Leidensweg hinter sich. Sie wurden ausgegrenzt und von der Familie verlassen, bevor ihr Weg sie nach Agok führte, wo sie ein bescheidenes Leben in der Gemeinschaft führen.
Entsprechend herzlich wurde Malau empfangen. Seine größte Freude: Er hat neue Freunde gefunden. Die Kinder von Versehrten wissen, dass Lepra nicht so infektiös ist wie oft angenommen. Sie spielen mit ihm.